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 Bild: Che / photocase.com

Wiedereintritt im Supermarkt

Tagesthema 26. November 2011

Supermarkt mit Kirchenstand: Einkaufen und eintreten

Kircheneintritt
Die Wiedereintrittsstelle im Supermarkt, Bild: Achimer Kreisblatt

Shoppen gehen und zwischendurch wieder in die Kirche eintreten: Das können an den bevorstehenden Adventswochenenden erneut Kunden der Kaufhausstadt "Dodenhof" in Posthausen bei Bremen. An diesem Freitag um 15 Uhr eröffnet im Eingangsbereich der "Genießerwelt" wie in den zurückliegenden Jahren eine Wiedereintrittsstelle der evangelischen Kirche. Der Schritt zurück könne hier schnell und unbürokratisch vollzogen werden, sagte Mitorganisatorin und Pastorin Constanze Ulbrich dem epd.

Die siebte Aktion dieser Art läuft in der Regel freitags und sonnabends vor den Adventssonntagen von 11 Uhr bis 18 Uhr. Am 2. Dezember ist der Stand vor dem Supermarkt bis 21 Uhr besetzt. Zum Wiedereintritt brauchen Interessierte ihren Personalausweis. Voraussetzung ist die Taufe, die auch im Falle eines Austritts ihre Gültigkeit behält.

Seit dem Start der Initiative 2005 sind den Angaben zufolge fast 150 Frauen und Männer beim Einkaufsbummel wieder in die Kirche eingetreten. Hinter dem Angebot stehen die evangelischen Kirchenkreise Verden und Rotenburg. Erleichtert wird die Aktion durch eine Regelung, auf die sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und ihre 22 Mitgliedskirchen geeinigt haben. Danach muss ein Wiedereintritt nicht unbedingt bei der örtlichen Kirchengemeinde geschehen.

epd

Ein Angebot auch in Osnabrück

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Unter dem Motto "Kirche mitten im Geschäft" haben sich am Freitag erstmals die evangelische und die katholische Kirche in Osnabrück im größten Textilkaufhaus der Stadt "L&T" präsentiert. "Die Resonanz war sehr positiv", sagte der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises, Friedemann Pannen.

Die Menschen hätten aus ihrem Leben erzählt, kritische Fragen gestellt und auch Vorschläge für eine modernere Kirche gemacht. Die Abstimmungsfrage "Hat Weihnachten für Sie etwas mit Kirche zu tun?", hätten die meisten mit ja beantwortet. Pannen hatte die niedersachsenweit einzigartige Aktion gemeinsam mit Andreas Kratel vom katholischen "Forum am Dom" eröffnet.

Auch an den beiden kommenden Freitagen werden Pastoren, Priester und Pastoralreferenten von 14 bis 19 Uhr für Gespräche zur Verfügung stehen. Ein eigens gestalteter Stand ist an prominenter Stelle im Erdgeschoss des Hauses platziert. Für intensivere Gespräche stehen ein Café oder im katholischen "Forum am Dom" ein ruhiger Raum zur Verfügung. Die reformierten und lutherischen Pfarrer informieren auch über Möglichkeiten zum Eintritt oder Wiedereintritt in die Kirche.

"Wir wollen dorthin gehen, wo die Menschen sich aufhalten", erläuterte Pannen. Gottesdienstbesuche seien heute nicht mehr selbstverständlich. Da sei es auch für die Kirche wichtig, "im guten Sinne Werbung zu machen", ergänzte der katholische Stadtdechant Hermann Wieh. In Osnabrück leben etwa gleich viele Protestanten und Katholiken.

In der Kaufhausstadt "Dodenhof" in Posthausen bei Bremen startet die evangelische Wiedereintrittsstelle am Freitag (2. Dezember) um 15 Uhr im Eingangsbereich der "Genießerwelt". Die siebte Aktion dieser Art läuft in der Regel freitags und sonnabends vor den Adventssonntagen von 11 Uhr bis 18 Uhr. Am 2. Dezember ist der Stand vor dem Supermarkt bis 21 Uhr besetzt. Zum Wiedereintritt brauchen Interessierte ihren Personalausweis. Voraussetzung ist die Taufe, die auch im Fall eines Austritts ihre Gültigkeit behält.

epd