Streichhölzer verschiedener Farbe

Bild: sajola / photocase.com

Stimmen zu Kunst und Kultur: Caroline Metz

Fasziniert von überraschenden Begegnungen in Kirchen

Metz
Caroline Metz

Kürzlich betrat ich in Berlin eine überfüllte Kirche. In der Passionskirche besuchte ich das Konzert des amerikanischen Singer- und Songwriters Bonnie „Prince“ Billy.

Kirche als Veranstaltungsort – das lernte ich bisher nur im Zusammenhang mit klassischen Konzerten kennen. Bis ich Ende letzten Jahres in Hildesheim als Projektleiterin des interdisziplinären Projektes „180° Klang. SehnsuchtsOrt – SehnsuchtsZeit“, eine Konzertperformance des dortigen Ensembles Quartett PLUS 1, der Kirchen- und Kulturarbeit der CityKirche St. Jakobi und somit auch der Landeskirche Hannovers begegnete. Mittlerweile habe ich auch als Projektmanagerin für die landesweite Ausstellung „Next Year in Jerusalem“ in der Citykirche St. Jakobi erfahren, wie vielfältig und intensiv die Zusammenarbeit der evangelischen Kirche mit Kunst- und Kulturschaffenden ist.

Kirche als Veranstaltungsort – das ist insbesondere für mich als diplomierte Kulturwissenschaftlerin interessant. Neben der genannten Projektarbeit organisiere ich zurzeit ein Tanzcafé für Menschen über 50 Jahre, das ab Mai diesen Jahres einmal monatlich im Mehrgenerationenhaus Hildesheim stattfinden wird. Zudem bin ich seit Abschluss meines Studiums als Chorleiterin für Laienchöre im Hildesheimer Raum tätig.

Die Zusammenarbeit mit der Citykirche St. Jakobi hat mir gezeigt, wie umfangreich die Kulturarbeit der evangelischen Landeskirche Hannover ist. Nicht nur klassische Konzerte finden in Kirchen statt, sondern auch Ausstellungen, Tanzworkshops oder Konzerte von amerikanischen Singer- und Songwritern – eine offene Kirche im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin auf weitere interessante Kulturprojekte in Kirchen gespannt.

 

Caroline Metz, Projektmitarbeiterin in der Citykirche St. Jakobi in Hildesheim