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Kunst und Kultur
Ein Beispiel: Der Kulturpreis der Landeskirche
Die Kirchen gehören zu den größten Kulturträgern in unserer Gesellschaft: Kirchenmusik und Kirchengebäude mit der Gestaltung der Gebäude und der Innenräume, Theater und Literatur. Die Aktivitäten sind vielfältig und auf allen Ebenen und in allen Bereichen der Kirche. Weil die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers die kulturelle Gestaltung der Wirklichkeit als eine wichtige Aufgabe in der Gesellschaft erkannt hat, hat sie 2010 erstmalig einen Kulturpreis ausgelobt, der weniger die kircheneigenen Aktivitäten beloht, sondern Kulturschaffende auszeichnet, die den Dialog über gesellschaftliche Themen zwischen Kirche und Gesellschaft fördern.
Künste sind auch Seismographen gesellschaftlicher und religiöser Befindlichkeiten. Sie bieten und fordern Weltwahrnehmungen, Reflexionen und Resonanzen. Sie eröffnen Möglichkeiten und Spielräume der Freiheit. Künstler und Künstlerinnen suchen das Gespräch mit Religion und Glaube. Kunst stellt Fragen und auch die Institution Kirche in Frage.
Landesbischof Ralf Meister zu Kunst und Kultur:
„Wenn ich Gott nicht entfliehen kann, wenn er noch am äußersten Meer ist, dann sind all die kulturellen Zeichen des Sichtbarmachens, des Hörbarwerdens in Kunst und Kultur in diesem schwebenden Stall nicht nur menschliche Raumfüllungen. Sie sind ein Geschmack für die Ewigkeit. Sie geschehen im Resonanzraum Christi! Das ganze große Konzert der Kultur spielt sich als opus metaphysicum ab.“
Warum Kirche und Kultur einen Dialog brauchen
„Als evangelische Christinnen und Christen sind wir dazu aufgefordert, kritisch und offen an der Gesellschaft teilzunehmen, stets mit der Bereitschaft dazu zu lernen und sich einzumischen.
Weit und ausdifferenziert ist die Landschaft der Künste, gerade auch der darstellenden Künste. Sie reagieren seismographisch auf gesellschaftliche, kulturelle und auch religiöse Befindlichkeiten. Unübersehbar ist, was auf Theaterbühnen in den Metropolen wie auf dem Land entwickelt und ausgespielt wird. Theater und Tanz sind Experimentierfelder, die Gefühle, Tendenzen, Tabus aufnehmen. Leben wird dramatisiert, verdichtet und anschaulich gemacht. Und auch der Glaube ist zum Thema auf deutschen Bühnen geworden. Mit einer Leidenschaft wird gesucht, wird geschrieen, geflüstert und das Beten versucht, wird an Grenzen gegangen, um den Kern zu verstehen in und unter der Oberfläche. Eine Leidenschaft, die uns als Kirche eines leidenschaftlich liebenden Gottes nur anstecken kann.“
Landesbischof Ralf Meister:
Landesbischof Ralf Meister schreibt in unregelmäßiger Reihenfolge zu den Festtagen Betrachtungen über Kunstwerke.
Stimmen zu „Kunst und Kultur“
Informationen aus der EKD
Weitere Informationen
Ausführlich informieren wir über „Kunst, Kultur, Musik“ in der Rubrik „Wir für Sie“ - erleben - gemeinsam feiern.... Dort finden Sie alles über Posaunenbläser und Film in der Kirche, Tanz und Bewegung und geistliche Popmusik, Architektur und „perfomances“.