Haushaltsplanung 2017

Geplante Aufwendungen 2018: 593 Mio. Euro

RELIGIONSUNTERRICHT, EVANGELISCHE SCHULEN, BILDUNG

Die ganzheitliche Förderung des Menschen ist eine wichtige kirchliche Aufgabe. Im Religionsunterricht und durch die Trägerschaft evangelischer Schulen leistet unsere Landeskirche einen unverzichtbaren Beitrag zur Werteerziehung in unserer Gesellschaft. Die kirchliche Erwachsenenbildung ermöglicht Menschen, ihre Kompetenzen zu erweitern, und hilft, Orientierung und Perspektiven für das Leben zu gewinnen. Gemeinschaftliche Erfahrungen von Glauben und Spiritualität sind hierbei maßgeblich.

LEBEN IN DEN GEMEINDEN, PFARRDIENST

Das Herzstück kirchlichen Lebens sind die Gemeinden vor Ort: Pastorinnen und Pastoren sowie weitere kirchliche Mitarbeitende verantworten mit großer Unterstützung von Ehrenamtlichen Gottesdienste, Kirchenmusik, Konfirmandenunterricht und Gruppenangebote. Dazu gehören auch qualifizierte Beratung und Seelsorge. Kirchliche Feste, Taufen, Trauungen und Beerdigungen sind grundlegende Stationen des persönlichen Lebens. Kirchen sind Orte der Ruhe inmitten des oft hektischen Alltags und sollen dies auch künftig sein.

FINANZ- UND IMMOBILIENWIRTSCHAFT, VERSICHERUNGEN

Selbstverständlich geht die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers mit den ihr anvertrauten Geldern sehr sorgfältig und transparent um. Die Kirchensteuer wird bei den einkommensteuerpflichtigen Mitgliedern von den Finanzämtern eingezogen und an die Landeskirche abgeführt. Dafür erhält das Land Niedersachsen 22 Millionen Euro. Das vorhandene Vermögen muss Ertrag bringend und nachhaltig angelegt sowie verwaltet werden. Zudem übernimmt die Landeskirche die Versicherungsprämien für die Kirchen und Gemeindehäuser.

GESAMTKIRCHLICHE AUFGABEN, EKD, ÖKUMENE

Kirchliches Engagement kennt keine Grenzen. So arbeiten kirchlich engagierte Menschen rund um den Globus zusammen, unterstützen sich gegenseitig und
helfen in transnationalen Projekten. Die geleistete Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ist ein bedeutsamer Beitrag zur Förderung von Frieden und Gerechtigkeit. Eine gute und intensive Verständigung mit anderen christlichen Kirchen ist der Landeskirche ein Anliegen. In Deutschland ist die Zusammenarbeit der Landeskirchen ein wichtiger Aspekt, vor allem bei der Wahrnehmung gesellschaftlicher und kultureller Aufgaben.

DIAKONIE, GESELLSCHAFT, UMWELT, MEDIEN

Regional und überregional setzt sich die Landeskirche für Menschen mit Belastungen und in Notlagen ein. In Krankenhäusern, Heimen und Pflegeeinrichtungen sorgen kirchliche Mitarbeitende für ein menschliches Klima. Ob Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer oder Familien, ob Obdachlose, Menschen mit Behinderungen, Kranke oder Straffällige: Für jede Bevölkerungsgruppe hat die hannoversche Landeskirche ein entsprechendes Angebot. Ein Schwerpunkt ist die Arbeit mit den Jüngsten: Für die 661 Kindertagesstätten werden über 24 Millionen Euro aufgewendet. Der Aufbau eines Energie- und Umweltmanagements rückt in Zukunft immer stärker in den Vordergrund. Innerhalb der Informationsgesellschaft kommt der öffentlichen Verkündigung des Evangeliums in den Medien eine herausragende Bedeutung zu. Zu vielen Themen nimmt die Kirche pointiert in den Medien und der Öffentlichkeitsarbeit
Stellung.

LEITUNG UND ZENTRALE VERWALTUNG

Die Synode, das „Kirchenparlament“, trifft sich zweimal im Jahr, um über aktuelle Fragen und den künftigen Weg der Kirche zu diskutieren. Der Landesbischof repräsentiert die Landeskirche nach außen und in den Gemeinden. Das Landeskirchenamt sowie die Kirchenämter wirken als zentrale Dienstleister für die Gemeinden und sorgen für die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen. Eine zeitgemäße Informationstechnologie ist dafür unerlässlich.