Haushaltsplanung 2014

Geplante Aufwendungen 2015: 544,1 Mio. Euro

14,7 MIO. EURO Religionsunterricht, evangelische Schulen, Bildung (3%)


Die ganzheitliche Förderung des Menschen ist eine wichtige kirchliche Aufgabe. Im Religionsunterricht und durch die Trägerschaft evangelischer Schulen leistet unsere Landeskirche einen unverzichtbaren Beitrag zur Werteerziehung in unserer Gesellschaft. Die kirchliche Erwachsenenbildung ermöglicht Menschen, ihre Kompetenzen zu erweitern, und hilft Orientierung und Perspektiven für das Leben zu gewinnen. Gemeinschaftliche Erfahrung von Glauben und Spiritualität sind hierbei maßgeblich.
 

55,2 MIO. EURO Finanz- und Immobilienwirtschaft, Versicherungen (10%)


Selbstverständlich geht die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers mit den ihr anvertrauten Geldern sehr sorgfältig und transparent um. Die Kirchensteuer wird bei den einkommensteuerpflichtigen Mitgliedern von den Finanzämtern eingezogen und an die Landeskirche abgeführt. Dafür erhält das Land Niedersachsen rund 21 Millionen Euro. Das vorhandene Vermögen muss Ertrag bringend und nachhaltig angelegt sowie verwaltet werden. Zudem übernimmt die Landeskirche die Versicherungsprämien für die Kirchen und Gemeindehäuser.
 

365,5 MIO. EURO Leben in den Gemeinden, Pfarrdienst (67%)


Das Herzstück kirchlichen Lebens sind die Gemeinden vor Ort: Pastorinnen und Pastoren sowie weitere kirchliche Mitarbeitende verantworten mit großer Unterstützung von Ehrenamtlichen Gottesdienste, Kirchenmusik, Konfirmandenunterricht und Gruppenangebote. Dazu gehören auch qualifizierte Beratung und Seelsorge. Kirchliche Feste, Taufen, Trauungen und Beerdigungen sind grundlegende Stationen des persönlichen Lebens. Kirchen sind Orte der Ruhe inmitten des oft hektischen Alltags und sollen dies auch künftig sein.
 

38,3 MIO. EURO Gesamtkirchliche Aufgaben, EKD, Ökumene (7%)


Kirchliches Engagement kennt keine Grenzen. So arbeiten kirchlich engagierte Menschen rund um den Globus zusammen, unterstützen sich gegenseitig und helfen in transnationalen Projekten. Die geleistete Entwicklungsund Katastrophenhilfe ist ein bedeutsamer Beitrag zur Förderung von Frieden und Gerechtigkeit. Eine gute und intensive Verständigung mit anderen christlichen Kirchen ist der Landeskirche ein Anliegen. In Deutschland ist die Zusammenarbeit der Landeskirchen ein wichtiger Aspekt, vor allem bei der Wahrnehmung gesellschaftlicher und kultureller Aufgaben.
 

44,9 MIO. EURO Diakonie, Gesellschaft, Umwelt, Medien (8%)


Regional und überregional setzt sich die Landeskirche für Menschen mit Belastungen und in Notlagen ein. In Krankenhäusern, Heimen und Pflegeeinrichtungen sorgen kirchliche Mitarbeitende für ein menschliches Klima. Ob Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer oder Familien, ob Obdachlose, Behinderte, Kranke oder Straffällige: Für jede Bevölkerungsgruppe hat die hannoversche Landeskirche ein entsprechendes Angebot. Ein Schwerpunkt ist die Arbeit mit den Kleinsten: Für die 645 Kindertagesstätten werden über 22 Millionen Euro aufgewendet. Der Aufbau eines Energie- und Umweltmanagements rückt in Zukunft immer stärker in den Vordergrund. Innerhalb der Informationsgesellschaft kommt der öffentlichen Verkündigung des Evangeliums in den Medien eine herausragende Bedeutung zu. Zu vielen Themen nimmt die Kirche pointiert in den Medien und der Öffentlichkeitsarbeit Stellung.
 

25,5 MIO. EURO Leitung und zentrale Verwaltung (5%)

Die Synode, das „Kirchenparlament“, trifft sich zweimal im Jahr, um über aktuelle Fragen und den künftigen Weg der Kirche zu diskutieren. Der Landesbischof repräsentiert die Landeskirche nach außen und in den Gemeinden. Das Landeskirchenamt sowie die Kirchenämter wirken als zentrale Dienstleister für die Gemeinden und sorgen für die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen. Eine zeitgemäße Informationstechnologie ist dafür unerlässlich.
 

Ausblick

Die mittelfristige Finanzplanung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zeigt für die nächsten Jahre eine stabile Haushaltslage. Deshalb ist die Haushaltskonsolidierung sowohl für die Kirchengemeinden und Kirchenkreise als auch für die Landeskirche für vier Jahre ausgesetzt.
Die hannoversche Landeskirche rechnet in den nächsten sechs Jahren mit ausgeglichenen Haushalten. Ab dem Haushaltsjahr 2021 trübt sich die Haushaltsentwicklung voraussichtlich ein. Deshalb baut die Landeskirche auch in den kommenden Jahren die Risikorücklage weiter auf und wird ab dem Haushaltsjahr 2021 den landeskirchlichen Haushalt jährlich um 1,5 Prozent kürzen.
Natürlich bleiben weiterhin Risiken bestehen. Die Kirchensteuer kann stärker einbrechen, die Preissteigerungen können noch höher ausfallen als angenommen. Die Haushaltsparameter sind aber aus heutiger Sicht sehr vorsichtig geschätzt, so dass die synodalen Vorgaben für die Kirchengemeinden und Kirchenkreise für den Planungszeitraum 2017 bis 2022 verantwortbar sind.